Mein FussiFreunde

01.11.2015

„Große Genugtuung!“ – Lurup erkämpft sich den ersten Punkt!

Meiendorf blamiert sich nach 2:0-Führung und dümpelt in den Keller

Artisitisch: Lurups Kapitän Andre Drawz (r.) leitete die Wende mit ein. Foto: noveski.com

„Die Jungs haben gekämpft gefightet und sind über die Schmerzgrenze hinaus gegangen. Ich kann ihnen nur ein riesengroßes Kompliment machen!“ Die Negativserie ist dahin: Nach elf Spielen, elf Niederlagen und 2:64 Toren hat der SV Lurup zum ersten Mal etwas Zählbares eingefahren und den Meiendorfer SV bis auf die Knochen blamiert. „Ich habe der Mannschaft bereits vor dem Spiel gesagt, dass 100 Prozent nicht reichen, es müssen 150 Prozent sein“, so Lurups Chefcoach Norman Köhlitz nach der erfolgreichen Aufholjagd seiner Mannen. „Wir wussten, dass uns keiner ernst nimmt und ebenso, dass gegen Meiendorf etwas drin ist.“

Nach dem Debüt des neuen Trainer-Gespanns an der B75, Fatih Ergün und Baris Saglam, in der Vorwoche gegen den FC Süderelbe, als man bereits in der ersten Halbzeit nach allen Regeln der Kunst auseinander genommen wurde und mit 0:5 unterging, wollte man an der Flurstraße Wiedergutmachung betreiben. Zunächst schien dies auch zu gelingen. Über Christopher Lindenau kam die Pille zu Hamid Zazai, dessen erste Hereingabe misslang jedoch gründlich, allerdings machte es Lurups Emmanuel Kwakye mit einer haarsträubenden Kopfballabwehr vor die Füße des 23-Jährigen wieder spannend. Diesmal behielt Zazai die Übersicht, passte in den Rücken der Abwehr, wo Fabian Facklam Maß nahm und aus 14 Metern ins lange Eck einschoss (7.)! Vorbereiter Zazai verletzte sich kurz darauf jedoch so schwer, dass er nicht weitermachen konnte. Gute Besserung!

„Wir haben Meiendorf kommen lassen, wollten das so. Sie hatten rund 70 Prozent Ballbesitz, wussten damit aber überhaupt nichts anzufangen“, befand Köhlitz. Somit blieb es bis zur Pause beim knappen 1:0 für die Gäste, die ihre Führung unmittelbar nach Wiederanpfiff verdoppelten: Robert Subasic und Facklam im Doppelpass. Letztgenannter ließ Michael Glamann mit einem herrlichen Heber keine Abwehrchance (53.)! Wer nun allerdings glaubte, der Drops wäre gelutscht, der sah sich eines Besseren belehrt. „In der Pause gab es eine sehr emotionale Ansprache, die ordentlich Feuer hatte. Ich habe den Jungs gesagt: Wenn wir heute nicht Minimum den ersten Punkt verbuchen, dann haben wir in der Oberliga nichts verloren. Wir haben auch nach dem 0:2 zu jeder Sekunde an uns geglaubt“, erklärte Köhlitz. Keine 60 Sekunden nach dem 0:2 hechtete Konstantin Ockasov eine Ecke von Sven Mellies per Flugkopfball zum Anschlusstreffer in die Maschen (54.)! Plötzlich entwickelte sich ein völlig offenes Spiel – in dem Lurup wenig später sogar den Zwei-Tore-Rückstand egalisierte. Diesmal war es Routinier André Drawz, dessen langer Ball nach einem Lindenau-Stellungsfehler bei Baran Gökalp ankam. Dieser überloppte Tobias Sävke zum 2:2 (64.)!

„Bis zum Winter zehn Punkte holen!“

Meiendorf agierte nun äußerst erschreckend, knüpfte nahtlos an die Darbietung der ersten Halbzeit gegen Süderelbe an. „Ob man es glauben will oder nicht, aber nach dem 2:2 waren wir dem 3:2 näher als Meiendorf. Sie sind regelrecht geschwommen“, gab Köhlitz zu Protokoll und fügte gleichzeitig an: „Allerdings haben wir in dieser Liga überhaupt keine Lobby bei den Schiedsrichtern, das haben wir heute zu spüren bekommen.“ In der Schlussphase kamen die Gäste noch zu zwei Hundertprozentigen durch Facklam, der sich als einer von wenigen im MSV-Dress gegen die Schmach stemmte und den Pfosten traf, sowie Bazier Sharifi, der völlig freistehend aus allerkürzester Distanz einen mehr als nur kläglichen Abschluss produzierte. „Die Jungs haben alles aus sich herausgeholt und diesen Punkt mehr als nur verdient. Ich habe nach dem Altona-Spiel gesagt, dass wir nach dem zehnten Spieltag anfangen Punkte zu sammeln. So langsam haben dies alle verinnerlicht und der Funke ist übergesprungen“, bleibt Köhlitz bei seiner Prognose und geht sogar noch weiter: „Die Jungs haben den Klassenerhalt immer noch fest im Blick. Sie sind nach wie vor davon überzeugt, am Ende der Saison über dem Strich zu stehen! Mein Ziel ist es, bis zur Winterpause zehn Punkte zu holen! Dann ist noch alles drin“

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