Mein FussiFreunde

08.11.2015

„Hätten ohne ins Schwitzen zu kommen Zehn machen können!“

Paloma landet Befreiungsschlag und vermöbelt Lurup

Der Traumtreffer von Mladen Tunjic (M.) zum zwischenzeitlichen 2:0! Eine Mischung aus Fallrück- und Seitfallzieher. Foto: noveski.com

Mit drei Toren – darunter ein herrlicher Fallrückzieher – war Palomas Mladen Tunjic bester Schütze seiner Uhlenhorster beim 5:1-Kantersieg im Kellerduell gegen den SV Lurup. Ebenso klar wie vor dem gegnerischen Gehäuse, äußerte sich der ehemalige Halstenbeker anschließend über Gegner und Spiel: „Wir hätten heute ohne ins Schwitzen zu kommen zehn Tore machen können!“ Tatsächlich scheint der Luruper Punktgewinn in der Vorwoche vor allem auf die Meiendorfer Überheblichkeit zurückzuführen sein, denn beim Tabellenvorletzten präsentierte sich das Schlusslicht einmal mehr restlos überfordert.

Schmerzhafte Erfahrung für den hoffnungslos überforderten Konstantin Ockasov, der das Bein des Gegenspielers mitten ins Gesicht bekommt. Foto: noveski.com

„Wir sind heute nie wirklich reingekommen, haben die erste Halbzeit komplett verschlafen“, befand Co-Trainer Slawo Majer, der auf der PK nach dem Spiel Chefcoach Norman Köhlitz vertrat. „Das war nicht das, was wir in der letzten Woche gezeigt haben.“ Es überraschte schon sehr, wie einfach es die Gäste dem USC Paloma machten. Selbst eine Trainingseinheit dürfte an der Brucknerstraße intensiver zugehen. Als Ahmed Osmanov einen doppelten Doppelpass mit dem starken Arnold Hoeling aus 17 Metern ins rechte untere Eck veredelte (15.), hatten die Hausherren bereits vier absolute Hochkaräter, wenn nicht gar „Hundertprozenter“ vergeben! Es ging ausschließlich in eine Richtung und Paloma konnte nach der massiven Niederlagenserie mächtig Selbstvertrauen tanken. Mladen Tunjic erhöhte nach Hoeling-Flanke von rechts per Fallrückzieher aus zehn Metern auf 2:0 (20.), ehe der „Captain“ eine Ljubsiavljevic-Hereingabe volley ins Netz donnerte (24.) – 3:0! Ein ganzes Dutzend weiterer Chancen konnte nicht genutzt werden – entweder aufgrund von eigenem Unvermögen oder aber weil Lurups Fänger Michael Glamann, der einem regelrecht leidtun konnte, zur Stelle war. Hinzu kam ein 25-Meter-Strich von Jannik Dreyer, der das rechte Kreuzeck zum Erschüttern brachte (38.).

Tunjic' Volleytreffer zum 3:0 gleich hinterher... Foto: noveski.com

In den ersten 45 Minuten machte Paloma das, was Trainer Olufemi Smith von seinen Mannen forderte. Der „Matchplan“ wurde in die Tat umgesetzt – doch das, was sich nach Wiederanpfiff abspielte, dürfte dem Übungsleiter der „Palomaten“ alles andere als gefallen haben. Anstatt den Schwung mitzunehmen und mit einem noch positiveren Gefühl in die anstehenden Aufgaben vor der Winterpause zu gehen, tat der USC nur noch das Allernötigste – wenn überhaupt. Nachdem Tunjic eine herrliche Kombination über den eingewechselten Lemos Lala und Ljubisavljevic nicht zum krönenden Abschluss bringen konnte (57.), war sie plötzlich da – die erste dicke Gelegenheit der Gäste: Doch Ayodele Medaiyese scheiterte freistehend kläglich an Yannik Jonas – und setzte auch den Abpraller per Kopf am Tor vorbei (64.). In der Folge versiebte der oft eigensinnig agieren Milos Ljubisavljevic eine Großchance nach der anderen, ehe er einen langen Diagonalball von links zum für ihn selbst erlösenden 4:0 einschieben konnte (76.)! Der fünfte Treffer demonstrierte schließlich, wozu Paloma eigentlich in der Lage ist. Gut, der Gegner hieß auch „nur“ Lurup, aber wie sich Lemos Lala, Ljubisavljevic und Tunjic, der letztlich auch finalisierte, durch die Hintermannschaft kombinierten, war schon aller Ehren wert (81.)!

Es passt aber auch zu den „Tauben“, dass man selbst in einem solchen Spiel nicht die Null halten kann. Viel zu weit aufgerückt, lief man nach einem Pass von Ulas Tunc in die Gasse nur hinterher. Schafi Karimi bugsierte das Leder von halblinks zum 1:5-Endstand aus Luruper Sicht an Jonas vorbei ins lange Eck (87.)! Für USC-Coach „Femi“ Smith konnte man sich nach den harten Wochen ein Stück weit mitfreuen und auch ihm persönlich stand die Erleichterung ins Gesicht geschrieben. „Endlich mal drei Punkte! Ich bin einfach nur erleichtert und freue mich darüber, dass wir den Negativlauf durchbrechen konnten. Über die Art und Weise nach der Halbzeit unterhalten wir uns intern unter der Woche. Wichtig war heute, dass wir dieses Spiel konzentriert angegangen sind. Das war das einzige Ziel – und das haben wir erreicht.“

Fotogalerie (#1)

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