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Teammanagerbericht: SC Eilbek II

Autor: Klaus Pablo Torgau

10.04.2017

Lammert Eilbeks neuer Rekordschütze

Kreisliga 5 | Teammanagerbericht SC Eilbek II

Bestes Fußballwetter an der Fichtestraße, die pralle Sonne verwandelte den noch-Hartplatz an der Fichtestraße in eine Wüstenlandschaft mitsamt Sturm. Zur neuen Saison soll das übrigens Geschichte sein, Baubeginn für den neuen Kunstrasenplatz ist im Juli, wie am Freitag auf der Jahreshauptversammlung des Vereins verkündet wurde. Stürmisch wollte auch der SC Eilbek II gegen das Tabellenschlusslicht Benfica beginnen, im 433 gegen den Ball und im 253 mit Ball sollte mehr Offensivpower als in den letzten Spielen entfacht werden.


Schon nach sechs Minuten war die Partie entschieden, Eilbek hatte zu diesem Zeitpunkt schon zwei Treffer erzielt und einen Elfmeter verschossen. Völlig chancenlos präsentierten sich die Portugiesen, die nach einem Freistoß beim Stand von 4:0 ihre einzige Halbchance durch Das Neves haben sollten. Wie ein D-Zug raste die Eilbeker Offensive ein ums andere Mal in Richtung des vom bemitleidenswerten Gevrekci gehüteten Tores. Schnell, direkt, torgeil – so lässt sich das Eilbeker Spiel am besten beschreiben.

Schon der Führungstreffer in Minute vier war das gesamte Eintrittsgeld wert, Innenverteidiger Marschler mit einem maßgenauen 50 Meter-Diagonalball in den Lauf von Artur Lammert, dessen Flanke vom linken Flügel Jens Bödeker aus fünf Metern über die Linie drückte. Nur eine Minute später ging schon wieder die Post ab, Dahms eroberte die Kugel in der gegnerischen Hälfte und setzte Bengtsson in Szene, mit einem Haken versetzte er seinen Gegenspieler und wurde von den Beinen geholt. Ein unstrittiger Elfmeterpfiff! Marius Bruchhäuser schritt zur Tat – gegen Hellbrook verwandelte der Mittelfeld-Motor souverän – dieses Mal kam nicht mehr als ein kümmerlicher Schuss bei rum, flach und mit 5 km/h in die Mitte, Gevrekci konnte zwar abwehren, war gegen den Nachschuss aber machtlos.

Ohne große Pause ging es weiter, Lammert schädelte eine Flanke von Jens Bödeker knapp daneben, Sager ebenso eine Freistoß-Flanke von Steffen Heinrich. Das in allen Belangen überlegene SCE-Team erzielte mit dem 3:0 einen Treffer der Marke „Tor des Jahres“. Einen miserabel und flach getretenen Eckball von Steffen Heinrich ließen Horn und Dahms durch die Beine rollen und so kam Hannes Twardawa aus dreizehn Metern zum Schuss und traf genau oben rechts in den Giebel! Das sah einstudiert aus, war es aber nicht! Kapitän Sager verriet beim anschließenden Mittagessen, dass er Twardawa an den richtigen Fleck gestellt hat, weil die Eckbälle so schlecht getreten wurden. Das mehr als beruhigende 3:0 nach einer Viertelstunde gab Eilbek weiteren Rückenwind.

Zunächst gab es aber einen kleinen Rückschlag, Mittelstürmer Jörn Bengtsson musste nach einem Foul früh verletzt vom Feld und machte Platz für Daniel Trommer, der sich als herausragender Joker herausstellen sollte. Bis zum Ende der Halbzeit sollte sich Trommer schon zweimal als Vorlagengeber und einmal als Torschütze entpuppt haben. Stephan Horn spielte den abseitsverdächtigen Trommer frei, der vor dem Tor den Blick für Artur Lammert hatte, der Spielmacher erzielte sein 32. Tor für Eilbek II und zog damit mit Rekordschütze Adem Dogan gleich!
Noch vor der Pause wurde es immer bitterer für die hochstehenden Portugiesen, nach einem Steilpass von Daniel Trommer lief Hannes Twardawa mit zwei Teamkollegen allein aufs Tor zu und besorgte das 5:0 ins kurze Eck. Eilbeks Torhunger war nicht gestillt, in der Schlussminute der ersten Halbzeit dribbelte sich Lammert über links durch die übrig gebliebene Benfica-Abwehr und legte zurück auf Trommer, der zielgerichtet ins lange Eck traf – 6:0 zur Pause, die höchste Pausenführung in der Geschichte von Eilbek II.

Ein bisschen schludrig begann der zweite Abschnitt, doch gefährdet war Eilbeks Defensive nie. Stattdessen schädelte Sören Sager eine (gut getrenene!) Ecke von Steffen Heinrich zum 7:0 ein, nach einer Stunde erhöhte Dennis Dahms aus Nahdistanz, nachdem ein Freistoß von Artur Lammert vor seinen Füßen landete. Am Ende waren es sieben Tore aus dem Spiel, zwei nach Ecken, eins nach Freistoß und eins nach einem Elfmeter, mehr Variation geht nicht. In der Zwischenzeit durften sich mit Nils Kägeler für Jens Bödeker und Eigengewächs Sebastian Stenzel (Debüt! Kiste!) für Steffen Heinrich zwei weitere Spieler am Spiel beteiligen. Der in ungewohnter Offensivrolle eingewechselte Kägeler machte nach seiner Einwechslung auf gleich auf sich aufmerksam, Gevrekci konnte seinen Schuss zwar abwehren, doch der Abpraller landete bei Marius Bruchhäuser, der noch Fandango mit zwei Verteidigern tanzte und dann trocken zum 9:0 traf!

Zweistellig machte es dann Daniel Trommer nur eine Minute nach dem 9:0, am Strafraumrand spielte er mit Lammert einen Doppelpass und traf anschließend in die Maschen. Vier Vorlagen hatte Lammert bis dahin, aber wollte er heute nicht den Rekord von Adem Dogan knacken? Das Beste zum Schluss heißt es so schön, so hatte sich Lammert sein Rekordtor für das Ende aufgehoben. Die Entstehung war durchaus ein Schmankerl, Marschler bediente Kägeler mit einem druckvollen Pass, Nils Kägeler ließ die Kugel in Edeltechniker-Manier nur über den Spann in den Lauf von Lammert rutschen, die fein dosierte Verlängerung drosch Lammert zu seinem historischen Treffer ins Tor. Der anschließende Eulen-Jubel war die Kür auf eine bärenstarke SCE-Leistung. Für Benfica war es die dritthöchste Niederlage der Saison, nur in Bramfeld (1:13) und am Kiez (0:19) erwischte es das Schlusslicht noch schlimmer.

Bis zum Derby gegen Wandsetal II hat Eilbek spielfrei und kann die zwei spielfreien Wochenenden genießen!


Aufstellung:
Marcel Sechting – Stephan Horn, Tobias Marschler, Sören Sager, Steffen Heinrich (60. Sebastian Stenzel) – Marius Bruchhäuser, Hannes Twardawa, Dennis Dahms – Jens Bödeker (60. Nils Kägeler), Jörn Bengtsson (21. Daniel Trommer), Artur Lammert

Tor:
1:0 Jens Bödeker (4., Rechtsschuss, Lammert)
2:0 Marius Bruchhäuser (6., Rechtsschuss, Elfmeter-Nachschuss, Bengtsson)
3:0 Hannes Twardawa (16., Rechtsschuss, Heinrich)
4:0 Artur Lammert (29., Rechtsschuss, Trommer)
5:0 Hannes Twardawa (38., Rechtsschuss, Trommer)
6:0 Daniel Trommer (45., Rechtsschuss, Lammert)
7:0 Sören Sager (55., Kopfball, Heinrich)
8:0 Dennis Dahms (62., Linksschuss, Lammert)
9:0 Marius Bruchhäuser (79., Rechtsschuss, Kägeler)
10:0 Daniel Trommer (80., Rechtsschuss, Lammert)
11:0 Artur Lammert (82., Rechtsschuss, Kägeler)

Bes. Vorkommnis:
Murat Gevrekci hält Foulelfmeter von Marius Bruchhäuser (6.)

Gelbe Karten:
Bödeker – M. Almeida das Neves

Schiedsrichter:
Paul Emil Jonathan Jonas (Note 2) – Der sehr junge Schiedsrichter machte seine Sache in einem fairen Spiel sehr souverän, das 4:0 war nicht mehr als ein unbedeutender Schönheitsfehler.

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